Vorteile aus der Euro-Krise ziehen

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Euro an den Börsen seinen Wert noch weiter verliert. Vorteile erwachsen dem, der sich jetzt auf den Export orientiert. Dazu muss man kein internationaler Konzern sein und auch kein Dax Seminar belegt haben. Eine gute Web-Seite im internationalen Google-Ranking gut platziert reicht dazu aus. Die Social Media Dienste bieten den Raum für zielorientiertes Marketing.

Die Voraussetzungen werden gerade politisch geschaffen
Das Dauerthema Euro-Krise beherrscht die Medien seit mehr als einem Jahr. Wirkliche Antworten hat die Politik keine. Für einen großen Wurf fehlt offensichtlich den Politikern aller Länder die Kraft. Einziges Rezeptist scheinbar, den Inlandsmarkt handlungsunfähig sparen. In Griechenland wird voraussichtlich Lucas Papademos Chef der Übergangsregierung. In den Medien wird er als der Retter betitelt. (Quelle FAZ v. 11.Nov. 2011). Dabei war er doch als griechischer Zentralbankchef dafür mitverantwortlich, dass sich Griechenland "in den Euro schummeln konnte".

In Italien, dem nächsten Sorgenkind der Eurostaaten sieht es nicht viel besser aus. Italien hat jedoch jetzt große Unterstützung bekommen. Der neue EZB-Chef, ein Italiener, hat erst kürzlich den Leitzins gesenkt. Bei einer Inflationsrate von 3% hätte der Leitzins eigentlich erhöht werden müssen. Damit sollten Kredite für Italien billiger werden. Außerdem lässt er weiter massiv Staatsanleihen der Schuldenstaaten kaufen, trotz der vollmundigen Ankündigungen, diese Praxis zu vermindern.

Zeit wird gegenwärtig erkauft
Für eine Weile wird die Strategie der Politik noch aufgehen. Schulden werden mit Schulden bezahlt. Länder wie Deutschland sind noch nicht am Ende. Sie haben noch das Potenzial die Schulden anderer zu schultern. Doch auch sie sind nicht fähig einen Haushalt aufzustellen, der keine neuen Schulden beinhaltet. Es ist also eine Frage der Zeit, bis sich auch dieser Rettungsanker des Euros löst und der freie Fall beginnt.

Zeitverlängernd wirkt sich die zu erwartende Schwäche der anderen Wirtschaftsmächte aus. Gerade China, dass heute noch wegen seines Wirtschaftswachstums gefeiert wird, steht ebenfalls vor großen Herausforderungen. Das Wachstum ist ebenfalls auf Kredit finanziert. Hier haben Schattenbanken die Hand im Spiel gehabt und konnten Kredite mit einer Verzinsung von 40% am Markt platzieren. China wird diese Probleme intern lösen, doch auf eine wirkliche Stütze für den Euro kann kaum gehofft werden.

Jetzt die Zeit nutzen
Die Zukunft liegt im Export der Waren und Dienstleistungen. Dabei sollte über den europäischen Tellerrand hinausgeschaut werden. Asien ist der Markt der Zukunft. Dabei muss es nicht China sein, auch andere Länder Asiens bieten viel Potenzial. Am Beispiel der Philippinen soll es einmal verdeutlicht werden. Die Wechselkurse sind gegenüber dem Euro seit Jahren stabil. So beweist dieses kleine Inselreich, dass es sich trotz aller Probleme am Finanzmarkt behaupten kann. 80% der Bevölkerung sind bitterarm. Die verbleibenden 20% dafür so reich, dass sie sich wirklich alles leisten können. Fahrzeuge im Wert von 200.000 US-Dollar sind neben rostigen Motorrädern keine Seltenheit im Straßenbild. Ein ganze Reihe westlicher Produkte sind aber weder im Inland verfügbar, noch über den Internethandel auf den Philippinen bestellbar. Ein etwas groteskes Beispiel aus der Damenhygiene verdeutlicht es. Es gibt auf den ganzen Philippinen keine Tampons zu kaufen.

Einen Internetshop für solche Produkte oder Markenkleidung wie Carhartt in der Landessprache Tagalog und auf Englisch aufzubauen, ist zukunftsträchtig. Der Euro wird sich früher oder später dem Markt anpassen. Der Wechselkurs wird fallen. Jetzt kann das Geschäft mit den wohlhabenden Bevölkerungsschichten aufgebaut werden, später stoßen die anderen dazu. Den Shop in diesen Ländern, die alle flächendeckend über das Internet verfügen, gut im Ranking zu platzieren, das ist einfach. Es gibt nur wenige Anbieter. Echtes Internetmarketing ist noch weitgehend ungenutzt.

Ganz Asien ist in Facebook
Die Social Media Anwendungen sind in Asien der beliebteste Zeitvertreib. Kontakte in die ganze Welt können gepflegt werden. Noch sind die Werbemöglichkeiten vergleichsweise preiswert. Auch der gläserne User, zu dem Facebook seine Nutzer macht, sorgt für gute Ergebnisse. Die Werbung wird nur den Menschen angezeigt, die auch wirklich zur Zielgruppe gehören. Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt in die Zukunft zu investieren. Neue, weltweite Märkte lassen sich preiswert und einfach eröffnen. Wer jetzt handelt, der kann als Gewinner aus der Eurokrise hervorgehen.

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